Herausforderungen

Was erwartet mich?

Handwerksbetriebe, die Digitalisierungsmaßnahmen umsetzen möchten, stehen vor Herausforderungen: So geht es zunächst darum, die Chancen der Digitalisierung für die eigene Arbeit zu erkennen und die passende Software zu finden. Zusätzlich spielt es eine Rolle, wie gut es dem Betrieb gelingt, mit den Veränderungen durch Digitalisierung umzugehen.

Zentrale Herausforderungen der Digitalisierung

Eines vorweg: Digitalisierung bietet Handwerksbetrieben große Chancen, beispielsweise indem sie die eigene Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Umgekehrt besteht die größte und wichtigste Herausforderung darin, diese Chancen zu erkennen und in Digitalisierungsmaßnahmen für den eigenen Betrieb umzusetzen.

1. Schritt: Zeit nehmen und den Bedarf analysieren

Wer Handwerksbetriebe fragt, warum sie sich nicht mit Digitalisierung beschäftigen, erhält oft die Antwort: keine Zeit! Tatsächlich ist Zeit gerade im Handwerk ein knappes Gut: Die Auftragsbücher sind voll und Fachkräfte fehlen. Gerade dieses Zeitinvestment wäre jedoch nötig, um genau zu bestimmen, welche Digitalisierungsmaßnahmen Prozesse im Betrieb beschleunigen oder vereinfachen könnten. Damit werden letztlich zeitliche Ressourcen frei – die Handwerkerinnen und Handwerker können sich mehr um ihre Kernaufgaben kümmern. Digitalisierung verbessert so langfristig die Wettbewerbsfähigkeit von Handwerksbetrieben.

2. Schritt: Passende und nutzerfreundliche Software finden

Digitalisierung ist zwar mehr, als nur eine neue Software einzusetzen. In der Praxis bedeutet sie jedoch häufig genau das. Auch im Arbeitsalltag von Handwerkerinnen und Handwerkern spielen Programme und Apps eine immer größere Rolle, weil sie Arbeitsprozesse erleichtern und die Produktivität fördern. Das gilt jedoch nur dann, wenn die ausgewählte Software die Arbeit tatsächlich unterstützt. Schlechte Performance oder eine nutzerunfreundliche Gestaltung führen dagegen zu Frust und erzeugen Stress.

Um für den eigenen Betrieb eine gut nutzbare Software zu finden, sollten Betriebe folgende Dinge berücksichtigen: Die Software muss zu den Arbeitsabläufen im Betrieb passen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sie einfach erlernen. Fehler in der Software oder bei der Anwendung sollten die Ausnahme sein und können leicht und unkompliziert korrigiert werden.

3. Schritt: Digitale Veränderungsprozesse managen

Für eine erfolgreiche Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen reicht es nicht aus, digitale Technologien zur Verfügung zu stellen. Damit Veränderungen im Alltagsbetrieb tatsächlich ankommen, müssen ihnen die Beschäftigten offen gegenüberstehen und sich mit ihnen identifizieren – statt ihnen mit Ängsten und Widerständen zu begegnen. Der Umgang mit diesen negativen Reaktionen stellt eine besondere Herausforderung für die Betriebe dar. Die Situation lässt sich jedoch in der Regel gut managen, wenn vor allem Vorgesetzte ihre Rolle im Digitalisierungsprozess ernst nehmen. Ihre Aufgabe ist es, die Beschäftigten vom Nutzen der Digitalisierungsmaßnahmen für deren eigene Arbeit zu überzeugen. Außerdem müssen sie den Beschäftigten die notwendigen Mittel bieten, um neue Technologien kennenzulernen, zu verstehen und in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Hierzu gehören beispielsweise Schulungen sowie der offene Umgang mit Fehlern.

4. Schritt: Gesundheitlichen Belastungen vorbeugen

Wenn sich gewohnte Arbeitsprozesse ändern, entstehen bei Geschäftsleitung und Beschäftigten häufig Ängste. Diese können in Überforderung, Frust und Kontrollverlust münden – einer Art „Technostress“, der bei der Einführung und Nutzung von digitalen Technologien auftritt. Auslöser sind beispielsweise eine Flut an Informationen, die in kurzer Zeit verarbeitet werden müssen.

Technostress ist vor allem langfristig ein Problem: Chronischer Stress führt zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und kann so die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Betriebs mindern. Um der Belastung vorzubeugen, ist es daher wichtig ein Bewusstsein für die Auslöser zu schaffen. Betriebe identifizieren dann die konkreten Stressursachen und stoßen Gegenmaßnahmen an. Hierzu gehört es beispielsweise, klare Kommunikationsregeln einzuführen oder die Beschäftigten an Entscheidungen zum Digitalisierungsprozess zu beteiligen.

Fazit: Herausforderungen meistern, Chancen nutzen

Die genannten Herausforderungen machen deutlich, wie komplex Digitalisierungsprojekte für Handwerksbetriebe sein können. Daher ist es wichtiger denn je, dass sich Betriebe intensiv damit auseinandersetzen. Denn nur so können sie gleichzeitig die Herausforderungen der Digitalisierung meistern und die zahlreichen Vorteile nutzen. Auf dieser Webseite finden Sie Hinweise und Informationen, wie dies gelingen kann.

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